rwt Strompreise 2014 sinken deutlich

Per 31.8.2013 hat rwt seine Stromtarife für das kommende Jahr bekannt gegeben. Im Durchschnitt profitieren die Kunden von rwt von einer Strompreisreduktion von -5.0%.

rwt hat sich auch dieses Jahr aktiv dafür eingesetzt die Stromkosten für seine Kunden möglichst stabil halten zu können. Unter dem Strich resultiert ab 1.1.2014 sogar eine deutliche Preisreduktion. Die Gründe dafür liegen aber nicht offen auf der Hand. Alle drei Komponenten eines Schweizer Strompreises, Netzkosten, Energiekosten und Abgaben, verändern sich aufs kommende Jahr unterschiedlich:

  • Die erwarteten Kosten für das überregionale Stromverteilnetz der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) steigen für rwt um rund 21% an. Die Kosten für Systemdienstleistungen für das schweizerischen Übertragungsnetz, welche von der Firma Swissgrid erbracht werden, verdoppeln sich von 0.31 auf 0.64 Rappen pro Kilowattstunde.
  • Aufgrund des massiven Preiszerfalls für elektrische Energie sinken die Energiekosten im kommenden Jahr in der Grössenordnung von 20%.
  • Die obligatorischen Abgaben für die Förderung erneuerbarer Energie steigen um 25% an. Die Abgaben für Fische + Gewässer bliebt unverändert. Die Abgabe an die Gemeinde Kirchberg sinkt um 25%.

In Summe ergeben sich Preisreduktionen über alle Kundengruppen zwischen -3.6% und -10.0%. Im Durchschnitt liegt die Preisreduktion bei -5.0%.

Für Details siehe www.rwt.ch – Strom – Angebote + Preise. Für einen schweizweiten Vergleich siehe Elcom
(Die Daten für 2014 werden von der Elcom in der ersten Septemberwoche 2013 aktualisiert werden).

Kommentar von rwt  

rwt hat sich auch dieses Jahr dafür eingesetzt die Stromkosten für seine Kunden möglichst stabil halten zu können. Unter dem Strich resultiert nun sogar eine deutliche Preisreduktion. Die Gründe dafür liegen aber nicht offen auf der Hand.

Die Netzkosten von rwt bleiben trotz zahlreicher Investitionen praktisch unverändert. rwt kalkuliert im Netzbereich knapp und verzichtet wie jedes Jahr weitestgehend auf den gesetzlich möglichen Gewinn. Der Anstieg der Netzkosten aufs 2014 resultiert in erster Linie durch die deutlichen Erhöhungen der vorgelagerten Netze. Insbesondere die Kosten für die maximal bezogene Leistung steigen nach längerer Stabilität massiv an. Diese Kostensteigerung von bis zu 17% muss rwt weitergeben. Sie betrifft am stärksten die gewerblichen und industriellen Kunden. Durch verändertes Verbrauchsverhalten kommt es auch zwischen einzelnen Kundengruppen zu Verschiebungen der Kosten. Es gilt dabei das Verursacherprinzip.

Bereits im vergangenen Jahr hat rwt mit der optimierten Beschaffung der Energie begonnen. Im kommenden Jahr werden sämtliche Stromkunden von rwt von deutlich tieferen Energiekosten profitieren können. Die Zusammensetzung des Stromes orientiert sich dabei am Schweizerischen Durchschnitt. Das heisst, die Energie stammt zu rund 60% aus Schweizer Wasserkraft. Rund 40% ist sogenannt grauer Strom und stammt aus unbekannten Kraftwerken. In der Regel ist dies Strom aus fossilen Kraftwerken und aus Kernkraftwerken, aber auch aus Wasser-, Wind- und Solarkraftwerken.

Ein grosser Teil des Preiszerfalls an den Energiemärkten ist durch ein Überangebot an Strom zu erklären, das vor allem durch stark subventionierte Solar- und Windanlagen in Deutschland und anderen EU Ländern hervorgerufen wurde. Weitere Faktoren sind auch die eher schwache Konjunktur in Europa, der tiefe Euro-Wechselkurs, aber auch tiefe Kosten für CO2-Zertifikate, welche fossilen Strom günstig machen.

Die Schweiz hatte sich in den letzten Jahren zurückhaltend bei Subventionen erneuerbarer Energien gezeigt. Die eidgenössische Abgabe zur Förderung erneuerbarer Energien (KEV) wird für 2014 um 0.1 Rappen pro Kilowattstunde (Rp/kWh) erhöht, was einem Plus von 25% entspricht. Absolut gesehen verbleibt sie mit 0.5 Rp/kWh aber auf einem vergleichsweise bescheidenen Niveau. Die Abgaben an die Gemeinde Kirchberg können durch den steigenden Verbrauch um 0.1 Rp/kWh gesenkt werden. Das bedeutet, dass in Kirchberg die Abgaben gleich bleiben wie im laufenden Jahr. In den Gemeinden Bütschwil und Lütisburg ist die Erhöhung der KEV für eine leichte Erhöhung verantwortlich.

Auf das Jahr 2014 hin konnten erstmals alle Verträge und Berechnungsgrundlagen innerhalb des rwt Versorgungsgebietes zusammengelegt werden. Die Kunden der Gemeinde Lütisburg profitieren daher im 2014 erstmals von den gleichen Konditionen in Netz und Energie wie die Kunden in Bütschwil und in Kirchberg.

 

Zurück